
September
Mit dem Jahresthema «Wasser – gefasst und verteilt» wird die Wasserversorgung früher und heute im Museumsjahr 2026 vielschichtig beleuchtet. Unser Objekt des Monats – der Kochherd in der Küche – passt indirekt zu diesem Thema, weil das Wasser zum Kochen vom Brunnen geholt werden musste.

In der Küche von Marie und August kann man anschaulich erfahren, was es heisst, ohne fliessendes Wasser (und ohne Strom) zu kochen. Eine Schulklasse hat sich in die Zeit von damals zurückversetzt, das Wasser am Brunnen geholt und in die grosse und schwere Kupferpfanne gegossen. Das Anfeuern mit Holz und Erhitzen des Wassers wurde dann jedoch nur gedanklich durchgespielt… wir wollen die Feuerwehr ja nicht zwingend auch ausserhalb des entsprechenden Museumsmittwoch im Museum haben…
Oft sind es diese kleinen, alltäglichen Dinge, die uns auf eindrückliche Weise begreifen lassen, wie anders der Alltag vor 100 Jahren ausgesehen hat! Es ist ein grosses Privileg, dass im Ortsmuseum solche Erfahrungen gemacht werden können.
Übrigens: Während der Zeit des zweiten Weltkriegs bekam Marie einen Wasseranschluss in der Küche. Welch grosser Fortschritt! Einige Jahre später wurden Wasseruhren montiert und eine bescheidene Gebühr für das Trinkwasser erhoben. Damit war Marie nicht einverstanden… ab sofort holte sie das Wasser wieder am Brunnen…